Das verflixte Hindernis / diese eine Lektion!

Sie überwinden ein Hindernis und schon bei der Landung spüren Sie Ihren Herzschlag deutlicher. Beim Anreiten des Oxers/des Steilsprungs wird Ihre Anspannung größer und Ihr Herzschlag immer schneller. Der Film in Ihrem Kopf beginnt.
Gedanken, wie „Hoffentlich klappt es dieses Mal!“ oder „Hoffentlich verweigert er nicht“ begleiten die letzten Galloppsprünge vorm Absprung.
Da passiert es schon wieder: Die Stange fällt oder Ihr Pferd verweigert.

Auch das Reiten einer Dressurlektion oder eines Reiningmanövers ist oft schon vor Beginn der Aufgabe von hinderlichen Gedankenschleifen begleitet, die ein lockeres Reiten unmöglich machen. Zu sehr konzentriert sich die Reiterin/der Reiter darauf, welche Hilfen gegeben werden müssen, welches Endergebnis erzielt werden soll oder welche äußeren Einflüsse auf das Pferd einwirken könnten.

Nehmen Sie Ihre Ängste ernst!

Der erste Weg zum angstfreien Reiten besteht darin, die Angst ernst zu nehmen und zu würdigen. Angstgefühle hemmen uns zwar, sie möchten uns jedoch auch auf etwas aufmerksam machen. Werden Sie achtsam und „hören“ Sie dem Angstgefühl zu. Erkunden Sie Ihre Angst dahingehend, welche positive Botschaft sie Ihnen geben möchte. Nehmen Sie Ihre Ängste ernst!

Schreiben Sie ein Angstprotokoll

Notieren Sie sich, ab welchem Zeitpunkt sich die Angst bemerkbar macht (z.B. bei der nach dem Sprung). In welcher Körperregion ist die Angst verankert? Wie ist das Gefühl? Entsteht z.B. Druck im Bauch? Macht es einen Unterschied, ob Sie sich im Training oder auf dem Turnierplatz befinden? Wie stark ist die Angst (Skala 1 – 10)? Mit diesem Protokoll haben Sie die Möglichkeit, Ihre Angst gefühlsneutral zu betrachten und zu analysieren.

Machen Sie sich ein positives Zielbild zu der schwierigen Lektion und reiten Sie diese Aufgabe mental durch

Malen Sie sich aus, wie Sie das Hindernis bzw. die Aufgabe ganz sicher und souverän bewältigen. Drehen Sie Ihren eigenen inneren Film so real wie möglich mit allen Farben und Gefühlen. Lassen Sie diesen Film immer wieder ablaufen. So erhalten Sie mehr und mehr innere Sicherheit und die reale Situation wird eine Wiederholung für Ihr Turnier.

Benötigen Sie Hilfe, Ihren mentalen Erfolgsfilm zu drehen? Kontaktieren Sie mich für ein kostenloses Erstgespräch!

Achten Sie auf Ihre Gedanken – stoppen Sie negative Gedanken!

Sätze wie „Hoffentlich habe ich keine Verweigerung“, richten Ihre Aufmerksamkeit auf das befürchtete Ereignis und sind nicht zielführend. Formulieren Sie stattdessen mit Ihrem positiven Zielbild Sätze, wie „Ich absolviere sicher und erfolgreich den Parcours.“
Macht sich ein negativer Gedanke in Ihrem Kopf breit, unterbrechen Sie diesen mit einem gesprochenem „Stopp!“ und gestalten Sie im Anschluss einen positiven und hilfreichen Gedanken zu dieser Situation.

Trainieren Sie eine regelmäßige Atmung und Ihre Fähigkeit zu entspannen bzw. zu regenerieren!

Ohne Atmung kein Leben! Die Bedeutung einer regelmäßigen Atmung wird sehr oft unterschätzt. Dabei bewirkt eine gleichmäßige Atmung ein entspanntes Körpergefühl, das gerade bei uns Reitern unabdingbar ist und zu einer harmonischen Kommunikation beiträgt.
Mithilfe von z.B. Yoga können Sie Ihre Atmung durch die sog. Bauchatmung trainieren und vertiefen ganz nebenbei auch Ihr Körpergefühl.

Gezieltes Entspannen kann auch über gesprochene Meditationsreisen erlernt werden. Nur wer richtig entspannen und sich regenerieren kann, ist auch fähig, seine Leistung gezielt abzurufen! Besonders hilfreich sind hier Reisen zu einem „Wohlfühlort“ bspw. an Ihren Lieblingsurlaubsort.
Nehmen Sie dieses Gefühl mit in den Sattel und lassen Sie es bewusst in Ihrem Körper ausbreiten, insbesondere dann, wenn sich die Angst bemerkbar macht. Lassen Sie diese Übung zu einem Ritual werden! Reiten Sie mit dem guten Gefühl auf Ihr Hindernis zu. Nach regelmäßiger Ausführung wird die Angst wenig Chancen haben sich auszubreiten.

Apropos Entspannungsreisen: Gerne erarbeite ich mit Ihnen Ihre individuelle Entspannungsreise!

Machen Sie sich erfolgreiche Situationen bewusst!

Sicher haben Sie bereits einige Situationen im Parcours oder im Viereck erfolgreich bewältigt. Erinnern Sie sich so oft wie möglich an die Situation und „baden“ Sie in diesem positiven Gefühl.

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