Verladen – wenn Ihr Pferd nicht reisen möchte

Mentaltraining als Unterstützung zum erfolgreichen Verladen

Sie möchten zum Turnier oder zum Training fahren, mit Ihrem Pferd verreisen oder umziehen? Aber Ihr Pferd ist verängstigt und möchte partout nicht auf den Anhänger oder den LKW gehen? Vielleicht kennen Sie das Problem schon länger und denken bereits einige Stunden vorher mit großem Unbehagen an die bevorstehende Situation.

Egal was Sie während des Verladens tun, Sie können Ihr Pferd gar nicht oder nur mühevoll überzeugen in den Transporter zu gehen?

Dabei möchten Sie lediglich mit Ihrem Pferd entspannt und pünktlich losfahren anstatt sich und dem Tier zuvor eine stundenlange Zerreisprobe zuzumuten?

Schlimmer wird die Angelegenheit, wenn Ihr Pferd unerwartet in einer Tierklinik behandelt werden muss. In einer solchen Situation kann langes Verladen kostbare und sogar lebenswichtige Zeit kosten.

Was Sie zur Erleichterung der Situation beitragen können?

Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen warum ich einen Beitrag über ein solches Thema schreibe und wie Mentaltraining in dieser Situation helfen kann, wenn doch Ihr Pferd Angst vor dem Verladen hat.

Betrifft das Problem wirklich nur Ihr Pferd?

Selbstverständlich gehen Pferde bei negativen Erfahrungen ungern auf den Transporter.

Junge Pferde müssen dieses vermeintliche „Raubtier“ zuerst kennenlernen und sich davon überzeugen, dass von dem Gefährt keine Gefahr ausgeht. Wenn Sie selbst noch nie ein Pferd verladen haben oder Probleme mit Ihrem Pferd haben, sollten Sie dies unbedingt mit einer erfahrenen Person üben.

Mit dem Einsatz von mentalen Techniken ist es jedoch möglich den Erfolg wesentlich beeinflussen. Bereits das Bewusstmachen Ihrer inneren Haltung sowie des Ausdrucks Ihrer Körpersprache kann die Situation positiv verändern.

Auf die Haltung kommt es an

Der Körpersprache kommt im Umgang mit Pferden sowie in der Kommunikation zwischen uns Menschen große Bedeutung zu. Pferde kommunizieren fast ausschließlich über Körpersprache.

In der Herde wird von einem Leittier Stärke und Aufmerksamkeit gefordert um in Gefahrensituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Um sich sicher zu fühlen, verlangt das Pferd auch bei der vermeintlichen Gefahr „Verladen“ eine derartige Überzeugungskraft.

Achten Sie daher auf eine entspannte aber überzeugende Körperhaltung während des gesamten Verladens. Gehen Sie aufrecht und zielsicher.

Atmen Sie

Wie in jeder anderen Lebenslage, hilft es auch in dieser Situation den Fokus auf die Atmung zu legen. Ihre Körperhaltung wird nur entspannt, wenn Sie regelmäßig und ruhig atmen. Lenken Sie deshalb Ihre Aufmerksam auf Ihre Atmung bevor Sie das Verladens beginnen und versuchen Sie ruhig und regelmäßig zu atmen. Lassen Sie sich von Außenstehenden während des Verladens rückmelden, wenn Ihnen der Atem stockt.

Wie steht es mit Ihrer inneren Haltung?

Nehmen Sie Ihre Gedanken unter die Lupe. Was geht in Ihnen vor, wenn Sie daran denken Ihr Pferd zu verladen? Sind sie entspannt oder fährt Ihnen bereits der Schrecken in die Glieder, wenn Sie daran denken Ihr Pferd das nächste Mal auf den Transporter zu führen? Welches Kopfkino entsteht bei Ihnen? Werden die inneren Bilder vielleicht von unangenehmen körperlichen Symptomen begleitet? Spüren Sie beispielsweise ein Druckgefühl im Bauch oder in der Brust? Kribbelt es in Ihrem Körper? Oder wird Ihnen vielleicht heiß oder kalt?

Machen Sie sich bewusst, welche Ursachen hinter diesen Symptomen stehen. Haben Sie die Befürchtung, Sie oder Ihr Pferd könnten sich verletzten? Ist Ihr Pferd während der Fahrt sehr unruhig? Haben Sie selbst schon ein Schreckenserlebnis beim Verladen erlebt?

Ändern Sie Ihr Kopfkino

Wenn Ihnen die Gründe für Ihre Angst bewusst geworden sind, können Sie sich einen neuen Film für Ihr Kopfkino drehen.

Malen Sie sich nun ganz genau aus wie es Ihnen gelingt Ihr Pferd sicher und mühelos auf den Anhänger zu bringen.

Wie sehen Sie dabei aus? Welche Körperhaltungen nehmen Sie ein und wie fühlen Sie sich dabei? Malen Sie sich aus wie entspannt sich Ihr Pferd während des gesamten Verladens, während der Fahrt sowie beim Ausladen verhält.

Genießen Sie dieses Gefühl ausgiebig.

Wenn Sie bisher nur negative Bilder und Gefühle mit einer bestimmten Situation verbunden haben, ist diese neue Erleben auch neu für Ihr Gehirn. Deshalb bedarf es regelmäßiger Übung und Wiederholungen.

Falls sich die negativen Gedanken wieder einschleifen, seien Sie geduldig mit sich und vergeben sich Ihre Befürchtungen. Stoppen Sie diesen Gedanken jedoch ganz bewusst und konsequent. Sagen Sie „Stopp.“

Holen Sie sich anschließend wieder Ihren Erfolgsfilm hervor.

Manchmal bedarf es zusätzlich eines individuellen Coachings.

Gerne berate ich Sie in einem kostenlosen Erstgespräch über die Möglichkeiten eines persönlichen Coachings.

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